Produktentwicklung
Wir werden oft gefragt, wie ein Modell eigentlich entsteht, warum wir bestimmte Modelle haben und andere nicht und warum wir bei der Entwicklung unserer Modelle manchmal Kompromisse eingehen müssen.
Diese und andere Fragen möchten wir hier beantworten:
Eine gute Idee allein ist nicht alles
Wie so viele andere Erfolgsgeschichten im Leben beginnt auch die Reise eines neuen Produkts bei Roggemann Modellwerk mit einer guten Idee: Bei unseren ersten Modellen war es noch sehr einfach – sie wurden für unsere eigene Modelleisenbahn entwickelt, weil wir am Markt nicht das finden konnten, was wir suchten. Die Modelle mussten niemandem außer uns selbst gefallen; die Herangehensweise war oft eher rudimentär, und alles, was nicht auf Anhieb passte, wurde einfach später angepasst.
Heute sieht das bereits etwas anders aus: Wenn wir heute eine Idee für ein neues Produkt haben, müssen wir uns einige kritische Fragen stellen: „Finden nur wir das toll“ oder gibt es ausreichend andere Modelleisenbahnbegeisterte, die es als Ergänzung ihrer Sammlung sehen würden? Gibt es genügend technische Unterlagen, um das Modell authentisch nachbauen zu können? Können wir die Teile, die wir nicht selbst herstellen können, auf dem Markt kaufen? Und schließlich: Können wir die Kosten kalkulieren?
Leider scheitern viele Ideen, die auf den ersten Blick vielversprechend erscheinen, an dieser Stelle.
Nicht alles, was man konstruieren kann, kann man auch bauen
Hat eine Idee unseren selbstkritischen Prüfungsprozess überstanden, beginnt die eigentliche Arbeit: Eventuell benötigte Teile werden eingekauft und das Modell wird am Computer in CAD nachgebaut. Die Grenzen der Maschinen, die später die Teile produzieren werden, dürfen dabei nie außer Acht gelassen werden; CAD-Software kennt keine Grenzen – unsere 3D-Drucker schon.
Der extrem feine Maßstab der Spur Z kann eine Herausforderung sein, beispielsweise wenn ein charakteristisches Detail einer Lokomotive eigentlich zu klein ist, um in den richtigen Abmessungen reproduziert zu werden. Die Entscheidung, es trotzdem zu versuchen, hängt von Intuition und Erfahrung ab.
Ein Modell ist nie wirklich fertig
Wenn die Entwurfsphase kurz vor dem Abschluss steht, werden in der Regel erste Prototypen hergestellt, damit das Modell ausgiebig getestet werden kann.
Hier werden falsche Maße angepasst und offensichtliche Fehler korrigiert. Auch hier ist es wichtig, ein gesundes Gleichgewicht zwischen perfektem Aussehen und praktischer Handhabung zu finden; wir möchten, dass unsere Modelle sowohl in der Vitrine als auch im Betrieb auf der Anlage gut aussehen.
Nach zahlreichen Testbauten kann das Modell schließlich in Serie gehen – aber die kontinuierliche Modellpflege geht weiter, nicht zuletzt aufgrund des Dialogs mit unseren Kunden. Denn wirklich fertig ist ein Modell ja bekanntermaßen nie...
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Learn more about the compelling process of how a new product comes into existence as well as what production techniques we employ to make things at Roggemann Modellwerk.